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7 Fragen an ... Tom Ostfalk, Unternehmer und Tausendsassa

Tom ist einer meiner langjährigen Wegbegleiter im beruflichen Umfeld und einfach "ne coole Socke". Ich kannte ihn zwar schon als er noch als DJ in Clubs aufgelegt hat. Doch über die Hochzeitsbranche hatten wir dann viele Jahre gemeinsame Aufträge, hatten auch mal eine Gruppe namens Wedd-Kings ins Leben gerufen, bei der wir uns mit anderen Hochzeits-Dienstleistern zusammengeschlossen haben.

Jahrelang hatten wir die Büros Tür an Tür. Mein Weg ging in die Business-Fotografie. Und Tom ist zwar immer noch mit Doo-Events, seinem DJ-Netzwerk, bei Hochzeiten unterwegs. Doch mittlerweile auch als Unternehmer mit Woshup am Start.

 

Dieses Foto ist ganz typisch für ihn, wie er oft in meiner Bürotür stand und sagte: "Du Homi ..." 😁

Doch auch wenn wir uns nicht mehr so häufig sehen, ist es bei einem Treffen vertraut "wie immer".

Tom Ostfalk, Unternehmer und Tausendsassa

Was hat dich als Kind fasziniert?
Im Grunde bin ich schon immer ein sehr neugieriger Mensch und möchte so vieles wissen. Da ich in den 80ern groß geworden bin und da plötzlich Unterhaltungselektronik und Computerspiele ein Ding wurden, haben diese schnell einen Platz in meinem Leben eingenommen. Mein erster Computer war ein Commodore C64 und war das schönste Geschenk ever. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als er, mit einem Tuch abgedeckt unter dem Weihnachtsbaum stand und das Licht des Monitor leicht durchgeschimmert hat. Von nun an sollte jedoch mein schulischer Werdegang etwas darunter leiden, da ich Tag und Nacht mit meinen Freunden alles gespielt habe, was der (Schwarz)Markt so hergab. Ich schweife ab!! Zurück zum Thema: ich kann mich einfach schon immer für so vieles begeistern und sehe im Grunde gerne immer die Schönheit in den Dingen, weswegen es z.B. kaum ein Wetter gibt, dem ich nichts Positives abgewinnen kann.

Hast du ein Ritual, mit dem du dich auf herausfordernde Aufgaben vorbereitest?
Habe ich nicht, denn ich mag es spontan. In der Kürze der Zeit funktioniere ich meist am besten. Lange Vorbereitungsphasen sind nichts für mich, obwohl man natürlich den Stress, der dadurch entsteht, auch mögen muss. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und ich weiß ganz gut damit umzugehen. Gutes Beispiel ist dieses Interview: Du hast mir ein paar Fragen im Vorfeld gegeben, damit ich mir schon mal Gedanken machen kann ... hab ich? Natürlich nicht. Und jetzt stehe ich da und plaudere aus dem Nähkästchen. Naja - ist vielleicht für alle auch interessanter als ein lange überlegtes, perfektes Ding abzuliefern. Ja mei, so bin ich dann wohl :-)

Welches Hobby hast du?
Ich mache sehr viel Sport. Genauer gesagt mache ich Triathlon und liebe diesen Sport, weil es eben nicht nur eine sondern viele Sportarten sind. Denn es ist nicht nur das Radeln, Schwimmen und Laufen, sondern so viel mehr! Der Sport hat mir sehr geholfen, die schwierigen (Geschäfts-)Jahre nach und während Corona zu überstehen. Denn hier musste ich sehr geduldig und ausdauernd sein und das hab ich bei diesem Sport gelernt. Wenn du einen Ironman machst und 11-12 Stunden mit dir alleine beschäftigt bist, spiegelt sich auf dieser Reise in irgendeiner Form das ganze Leben extrem komprimiert wieder, denn du wirst mit sämtlichen Hochs und Tiefs konfrontiert, musst Probleme lösen, um weitermachen zu können und erlebst oft auch wettertechnisch so ziemlich alles, was die Natur zu bieten hat. Und auch die vielen Trainings, in denen ich alleine stundenlang nur mit mir beschäftigt bin, bringen mir so viel, wie zum Beispiel meine Gedanken zu ordnen - was vielen ja durch die ganzen Ablenkungen über Social Media und so weiter gar nicht mehr gelingt und sie einfach irgendwann nicht mehr mit den eigenen Gedanken fertig werden, was sich meist in Burnouts widerspiegelt. Die letzten Jahre sind viele Leute um mich herum tatsächlich eingeknickt und haben immer noch sehr mit den Nachwirkungen der Isolation zu kämpfen. Diese Zeit hat bei vielen Menschen sehr viel Schaden angerichtet. Bei mir jedoch „nur“ finanziell, doch ich habe jetzt immer noch genug Kraft, mich wieder raus zu boxen und deswegen bin ich diesem Hobby tatsächlich sehr dankbar!

Welches Buch oder Mensch hat dich in deinem Leben weiter gebracht?
Ja, also da hast du mich…. ich kann einfach nicht lesen! Ja okay, ich kann natürlich Wörter und Sätze lesen, aber mein in irgendeiner Form installiertes ADHS (ich mag dieses Wort gar nicht, weil es wie eine Krankheit klingt aber irgendwie dann den Leuten meinen Charakter besser beschreibt) funkt einfach immer wieder dazwischen, so dass ich während eines Satzes meist schon wieder in meine eigene Welt abdrifte und immer wieder zwei Zeilen hochspringen muss, weil ich einfach nicht mitbekomme, wer denn jetzt dieser „Stefan“ plötzlich ist und wo denn der überhaupt schon wieder herkommt. Haha. Mein Kopf macht einfach immer große Sprünge und sicherlich würde ich wahrscheinlich diese mangelnde Konzentrationsfähigkeit gerne eintauschen, aber ich weiß mittlerweile auch, dass es andererseits eine gewisse Stärke sein kann, schnell hin und her zu springen, was vor allem in meiner Arbeit als Kreativling ganz hilfreich ist. Du kannst mir gar nicht viel genug Aufgaben her werfen, damit ich Ihnen nicht Herr werde! Je mehr desto besser - dann blühe ich erst richtig auf. Und schon wieder schweife ich ab! JA - ich hab ein Buch gelesen und zwar „Das Parfüm“ von Patrick Süskind. Weitergebracht im Leben hat mich das tatsächlich aber nicht. Gott sei Dank! Denn sonst würde ich nun Menschen ihres Duftes wegen extrahieren und das wäre wohl eher hinderlich im weiteren Lebenslauf ... ;)

Bist du gläubig?
Ja das bin ich! Keiner gewissen Religion zugehörig, aber dennoch sehr gläubig - so würde ich mich beschreiben. Ich bin, wie wahrscheinlich viele Menschen da immer noch auf der Suche, aber im Grunde kann ich schon felsenfest behaupten, dass ich mir sicher bin, dass es nicht alles ist, was wir hier haben und sehen. Ich finde, es ist schwieriger zu denken, dass das alles Zufall ist, was hier geschieht und wie alles aufgebaut ist, dass mir der Gedanke an irgendeine Ursuppe fern liegt. Wenn man, wie ich, als hochsensibler Mensch durch die Welt geht, spürt man so viele Zusammenhänge und Fügungen, die man einfach keinem Zufall zuschreiben kann. Und deswegen glaub ich an höhere Wesen und an eine Form des Lebens nach dem Tod. Ich möchte mich hier als guter Mensch beweisen, und da es einfach schwer ist, einer gewissen Religion zu folgen, da man hier immer irgendwie in eine Form gezwängt wird, möchte ich viel lieber selbst rausfinden, was es denn heißt, korrekt zu Leben. Nach ethischen und moralischen Richtlinien. Ich denke, dann ist man schon ein gutes Stück weiter. Und wenn mir das alles nicht in vollstem Umfang gelingt, dann möchte ich zumindest weit damit kommen.

Welcher Ort wäre deine Wahlheimat?
Meine Wahlheimat, nachdem ich in Niederbayern geboren und aufgewachsen bin, ist die Oberpfalz und damit bin ich suuuuuuper zufrieden! Ein so ein schönes Stück Erde mit wirklich tollen Menschen! Da ich viel Sport mache, fühle ich mich hier am Land (Burglengenfeld) pudelwohl und habe alles, was ich brauche, in Wurfweite. Seen zum Schwimmen, tolle Radstrecken, den Wald zum Laufen - einfach herrlich. Ich möchte tatsächlich nirgendwo anders mehr leben, denn es hat auch seine Zeit gedauert, bis ich seßhaft geworden bin. Ich habe in vielen Städten gelebt und da wiederum in sehr vielen Wohnungen, Bauernhöfen und mehr. Das war eine wilde Zeit und umso mehr schätze ich, angekommen zu sein.

Welchen Wunsch hättest du an eine gute Fee?
Tatsächlich keinen, weil ich wunschlos glücklich bin. Und geschenkt haben wollte ich noch nie etwas.


Weitere Infos zu Thomas Ostfalk:
Website DooEvents
Instagram DooEvents
Facebook DooEvents

Website Woshup

Adrian Werum - künstlerischer Leiter der Musikakademie Alteglofsheim

Was hat dich als Kind fasziniert?
Da gibt es doch Einiges: Mit Sicherheit schon die Musik, da ich unbedingt Klavier lernen wollte und mein Vater dann auch mein erster Klavierlehrer war, der gewissenhaft aufschrieb, wann ich welches Stück konnte.
Meine Leidenschaft für Müllautos hat über die Jahre doch etwas abgenommen. Aber für einige Zeit habe ich doch voller Erwartung jeden Mittwoch auf das Auftauchen der Müllabfuhr mit der aufregenden Mechanik ihrer Wagen gewartet.
Für die Eisenbahn in jeglicher Form, von Dampfloks bis Fahrpläne, interessiere ich mich noch heute, obwohl es ja heutzutage klüger ist, zumindest in Deutschland diesem Interesse aus der Ferne nachzugehen.
Weiters liebte ich die Ferienaufenthalte bei meinen Großeltern im Schwarzwald, bei denen ich stundenlang unbeaufsichtigt durch die Wiesen und Wälder streunen konnte
und mich als Wasserbauingenieur der vielen kleinen Bächlein dort versuchte.
Erst viel später erfuhr ich, daß Theodor Heuss in dem kleinen Landschloß zur Kur war und Martin Heidegger seine Sinnkrise auskurierte.

Hast du ein Ritual, mit dem du dich auf herausfordernde Aufgaben vorbereitest?
Ich bin ein sehr unritualistischer Mensch. Aber entspannend sind für mich Klavierspiel, Gottesdienst- & Kirchenbesuch sowie Meditation.

Welches Buch oder Mensch hat dich in deinem Leben weiter gebracht?
In erster Linie haben mich natürlich meine Eltern nicht nur ins Leben gebracht, sonder auch in jeder Hinsicht geprägt.
Darüber hinaus kann ich einigen Lehrern sehr dankbar sein: Ob es der Dirigent unseres Schulorchesters Georg Hartrath war, bei dem wir alle merkten, wie viel ein Dirigent bewirken kann, oder auch der Leiter der Big-Band, Charly Allgeier, der mir mit 16 Jahren die erste Gelegenheit gab, eine Big-Band zu leiten und die Arrangements aus dem Kopf heraus kreierte. Besonders aber mein Klavierlehrer Hans-Georg Lange und mein Kompositionslehrer Friedrich-Karl Wanek, die neben Disziplin und Genauigkeit mich die Wichtigkeit des Handwerks und gleichzeitig eine große Offenheit lehrten.
Nicht zu vergessen die Lehrer in allgemeinbildenden Fächern, die schon in der Grundschule individuell auf einen eingingen und einem Herausforderungen gaben, an denen ich wuchs.

Prägende Bücher sind für mich heute noch Hermann Hesses „Narziss & Goldmund“, das ich in den letzten Jahren auch vertont habe, aber auch der „Dr. Faustus“ und „Felix Krull“ von Thomas Mann. Daneben das ganze Werk Eichendorffs, der mir vielleicht auch wegen der oberschlesischen Herkunft meiner Mutter besonders nahe steht.
Erheitert in jeder Lebenslage werde ich von Heinrich Heine und Goethe.

Welche Botschaft möchtest du weiter geben?
Ich denke, jeder Mensch muß da seine eigene Botschaft finden, die am Besten zu ihm paßt. Das Orakel von Delphi mit „Erkenne Dich selbst.“ ist da natürlich ein Klassiker, den man immer ernst nehmen sollte.
Sonst liebe ich das Gedicht „Going all the way“ von Charles Bukowski als erhofftes Resümee und Ermutigung.

Welcher Ort wäre deine Wahlheimat?
Da fällt mir die Auswahl nicht so leicht: 
Früher war es eine Zeit lang Wien, davor sogar Berlin. Heute wäre es neben Ligurien, wo ich die letzten Jahre wohnte, definitiv Paris und eher ferial Los Angeles oder New York.

Mit wem würdest du gerne einen Tag tauschen?
Da würde ich lieber passen. Wer weiß, was man sich da für Abgründe einhandelt. Am ehesten Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel. 

Welchen Wunsch hättest du an eine gute Fee?
Ein guter Tod zuhause im Kreis der Menschen, die ich liebe und die mich lieben.


Zusätzlich zu den 7 Fragen, quasi das übergeordnete Motto, möchte ich euch nicht vorenthalten, da ich die Antwort wunderbar finde:

Was inspiriert dich?
Die Möglichkeiten der Menschheit:
Eine Menschheit, die aus einer wilden Traube mit Geduld, Liebe und Können so etwas wie einen Rheingauer Riesling zaubern kann, kann so schlecht nicht sein.



Weitere Infos zu Adrian Werum:
Website Adrian Werum
Website Musikakademie Alteglofsheim
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